5 Tipps für Essens-Fotos mit jeder Kamera

5 Tipps für Essens-Fotos mit jeder Kamera

Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, aber ich bin eine leidenschaftliche Essen-Fotografin. Ich liebe es, mein Essen auf einem Foto festzuhalten damit ich mich später wieder daran erinnere, was ich doch so leckeres gegessen habe.

Nun ist es aber nicht immer unbedingt so einfach, das Essen vor einem auch genauso lecker abzulichten. Und vielleicht sagst Du Dir, dass Du nicht die passende Kamera-Ausrüstung mit dabei hast. Alles gar kein Problem. Du musst nur ein paar kleine Tipps beachten, und schon hast Du ein gutes, oder sogar einfach umwerfendes Ergebnis hinterher. Hier mal ein paar Fotos aus meiner kleinen Sammlung, die komplett unbearbeitet sind. Rate mal, welche Fotos mit welcher Kamera gemacht wurden.

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera - Matcha_Frappe

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera - Bier

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera - Ziegenkäse

 

Na? Was denkst Du?

Kommen wir zur Auflösung:

Bild 1 wurde mit einem Samsung S3 Handy gemacht, Bild 2 mit meiner Canon 450 D und Bild 3 mit der kompakten Sony RX-100. Alle 3 Fotos wecken bei mir jedes Mal die Lust auf die gezeigten Leckereien – und genau das wollen wir doch mit unseren Essens-Fotos, oder?

 

Wie Du siehst, baucht man also keine teure Fotoausrüstung für unterwegs, um gute Essens-Fotos zu machen. Im Grunde musst Du nur die folgenden Punkte beachten:

 

Blitz aus!

Wenn Eines Deinem Essen nicht gut tut, dann ist es das Licht eines Kamerablitzes. Damit sieht Dein Essen alles andere als appetitlich aus. Also mach als erstes den automatischen Blitz aus und suche Dir stattdessen andere Lichtquellen, bzw. stelle den ISO etwas höher ein (geht auch auf den meisten Handys) oder mache eine längere Belichtung, bei der Du mit einem Stativ fotografieren kannst.

 

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera - Auflauf

Sony RX-100 (Kompaktkamera)

 

Geh nah ran

Fotografiere nicht von weit weg Dein Essen, sondern geh nah ran. Oft hat Deine Kamera oder Handy sogar ein bestimmtes Programm, das jetzt hilfreich ist. Suche nach einem Makro-Programm – dadurch kannst Du näher an Dein Essensmotiv rangehen. Oder noch besser: Deine Kamera hat ein Programm speziell zur Essensfotografie. Musst/kannst Du komplett manuell arbeiten, verwende ein Objektiv, mit dem Du nah ran kannst und das eine möglichst kleinen Blendenwert hat, damit Du optimal fotografieren kannst (lichtstarke Objektive!).

 

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera - Sushi

DSLR – Canon 450 D

 

Suche das Licht

Wie oben schon erwähnt, sollst Du ohne Blitz fotografieren. Dann brauchst Du aber mehr Licht. Machst Du zu Hause ein Foto, dann stelle den Teller doch einfach mal neben einem Fenster ab, wo Tageslicht durchfällt. Mit dem Handy wirds im Dunklen ganz ehrlich schon schwieriger. Besser geht es, wenn Du eine Kamera hast, an der Du Belichtung (länger) einstellen kannst, die Blende auf einen möglichst kleinen Wert setzt, und notfalls den ISO hochdrehen kannst (aber nicht zu hoch, sonst wird’s grisselig).

 

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera  - Salat

Sony RX-100 (Kompaktkamera)

 

Geringe Schärfentiefe

Es gibt einen Trick, wodurch Dein Foto gleich etwas besser aussieht: die Schärfentiefe sollte nicht zu groß sein. Du hast also einen kleineren Bereich des Bildes, der scharf ist, der Rest ist eher etwas unscharf. So lenkst Du aber genau den Blick auf das lecker fettig glänzende Stück Fleisch, oder das Dressing auf dem Salatblatt, das einen so lecker anlacht. Es sollte immer der Bereich Deines Bildes scharf sein, auf den Du den Blick lenken willst. Das mit der Schärfentiefe klappt auch sogar teilweise mit dem Handy. Du musst nur nah genug an Dein Motiv rangehen – und notfalls kannst Du nachträglich eine Unschärfe hinzufügen.

 

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera  - Kuchen

Handy-Kamera

 

Gute Perspektive

Ein gutes Essens-Foto hängt auch ganz stark von der Perspektive ab, in der es aufgenommen wurde. Am besten fotografierst Du komplett von der Seite, oder einen Winkel um die 45 Grad, also leicht schräg von oben. Damit sieht man am meisten von dem Essen und es ist aus einer interessanten Perspektive aufgenommen. Mache doch einfach mal ein paar Vergleichsfotos, um die Schokoladenseite von Deinem Essen herauszufinden.

 

Perfekte Essens-Fotos mit jeder Kamera - Wasser

Handy-Kamera

 

Du willst noch mehr zu dem Thema lernen und das beste aus Deinen Essens-Fotos rausholen? Dann ist mein Workshop denke ich das richtige für Dich. Am 22. November findet der nächste Termin in Saarbrücken statt, an dem ich Dir und 11 weiteren Teilnehmer zeigen werde, wie Ihr einfach bessere Fotos machen könnt. Gibt es noch mehr Probleme zum Thema Essen-Fotos, bei denen ich Dir weiterhelfen kann? Dann schreib doch einfach kurz einen Kommentar.

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Comments ( 8 )

  • Hallo Nina,
    Super, aus irgendeinem Grund sabbere ich eigentlich gerade in die Tastatur. Hast Du eine Erklärung dafür? Sehr schön Beitrag von Dir und der macht nicht nur Apprétit. 😉

    Viele Grüß, Gerd

    PS: Willkommen im Photo-Blogger-Club! 🙂

    • Nina

      Hallo Gerd,

      wow – das ging ja fix 🙂
      Freut mich, dass Dir der Artikel gefällt und ein kleines Hungergefühl weckt. Ich überlege ja, ob ich irgendwann von den vielen schönen Essensbildern nicht einfach mal einen Bildband machen soll. Da laminiert man die Seiten denke ich aber am besten ein… 😉

      Viele Grüße und Danke für die Aufnahme in den Photo-Blogger-Club!
      Nina

  • Die Tipps lesen sich gut, probiere ich bei Gelegenheit dann mal aus 😉

    • Nina

      Hallo Leni,
      würde mich freuen, wenn Du mit dem einen oder anderen Tipp noch mehr aus Deinen Fotos rausholen kannst. Hab gerade mal auf Deinem Blog vorbeigeschaut. Muss ich mal mehr quer lesen 🙂 Du bist ja schon recht fleißig am schreiben.

      Liebe Grüße
      Nina

  • Hi Nina,

    danke für deine Tipps. Ich habe meine Essensfotos bisher nur mit meinem iPhone 4s aufgenommen, obwohl ich eine super Kamera habe (Nikon Coolpix P7700). Diese hab ich aber bisher nur im Automatikmodus verwendet, da ich mich einfach zu wenig auskenne mit ISO-Werten usw. Du meinst also, zusammengefasst, ich nehme am besten die Makro-Funktion und drehe dann manuell noch ein wenig an Belichtung und Schärfentiefe?

    Da ich meistens am Abend koche, geht der Trick mit dem Tageslicht leider nicht. Drum stell ich das Essen immer direkt unter eine Lampe. Oder hast du da einen besseren Vorschlag?

    • Nina

      Hallo Nives,

      Der Makro Modus hilft meist schon ungemein. Dann musst Du nur noch versuchen, besseres Licht zu bekommen. Versuche doch mal eine Lampe links und rechts (außerhalb des Fotos) auf Dein Fotomotiv zu richten. Wenn die Lampen zu starke Schatten werfen, dann kannst Du versuchen mit einem Stück Butterbrotpapier (muss noch Lichtdurchlässig sein – aber Achtung, wenn die Lampe heiß wird!) das Licht etwas weicher zu machen. So kannst Du denke ich noch was an der Ausleuchtung Deiner Motive verbessern. Wenn das alles nix hilft, versuche dir einfach eine kleine Lichtbox zu basteln. Dazu hatte ich hier einen Bericht mit Video veröffentlicht: http://farbsalat.de/2014/04/06/do-it-yourself-baue-deine-eigene-lichtbox/

      Hat einer anderen Leserin mit zu gelben Wänden in der Wohnung geholfen, bessere Fotos hinzubekommen. Zum Thema Ausleuchtung kann ich aber auch mal einen Artikel in die Liste der geplanten Artikel mit aufnehmen :-).

      Viele Grüße
      Nina

  • Danke für die Tipps 🙂 Werde ich bei meinem nächsten leckeren Essen gleich mal testen 🙂

    • Nina

      Gerne 🙂 Dann wünsche ich Dir viele gute Essensfotos 🙂

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