Photoshop vs. Lightroom – das beste Bildbearbeitungsprogramm

Photoshop vs Lightroom Farbsalat

Photoshop vs. Lightroom – das beste Bildbearbeitungsprogramm

Die Fotos sind im Kasten – und das sogar in RAW – und nun? Wie bearbeitest Du danach Deine Fotos? Was ist das zu Dir passende Bildbearbeitungsprogramm?

Wenn es um Nachbearbeitung von Fotos geht, fallen eigentlich immer zwei Begriffe:

Adobe Photoshop und Adobe Lightroom

Aber welches Fotobearbeitungsprogramm ist das richtige für Dich?

Ich möchte Dir heute einmal die Unterschiede der beiden Bildbearbeitungsprogramme aufzeigen und Dir dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen. Außerdem gibt es noch ein paar Infos oben drauf, was Du preislich beachten musst. Ist ja nicht unerheblich das Thema. Ich selber nutze Lightroom 5 und die Photoshop CC. Photoshop und Mac harmonieren perfekt – genau wie Lightroom und Mac. Du kannst also mit Mac und mit Windows die Software nutzen, Du musst nur die für Dein Betriebssystem passende Software kaufen, bzw. mieten.

 

Adobe Lightroom

Fangen wir mal bei dem kleineren Bruder an. Adobe Lightroom gibt es je nachdem sogar schon für unter 100 Euro (dazu gleich mehr) und bietet Dir schon ein großes Portfolio an Bearbeitungsmöglichkeiten. Was kannst Du also alles damit machen?

Grundsätzlich musst Du wissen, dass Du in Lightroom keine Ebenen hast, mit denen Du arbeiten kannst. Außerdem arbeitest Du in Lightroom nicht destruktiv. Das bedeutet, dass Du alle Änderungen, die Du während Deiner Bearbeitung gemacht hast, wieder rückgängig machen kannst. Sehr praktisch!

Weiter bietet Lightroom die Möglichkeit mit Katalogen seine Fotos zu ordnen. Super Feature das ich nutze, um Ordnung in mein Festplattenchaos zu bringen.

 

 

Lightroom Student

 

Außerdem musst Du Lightroom eher als Deine digitale Dunkelkammer betrachten, in der Du jede Menge aus Deinen RAW Bilder herausholen kannst. Mit JPGs hast Du nicht mehr so viele Möglichkeiten. Aber dazu kannst Du hier mehr lesen. Du kannst in Lightroom keine Teile des Bildes austauschen, oder eine Textur über Dein Bild legen. Stattdessen liegen die Stärken eher in der Bearbeitung der folgenden Punkten:

  • Belichtung
  • Bildtemperatur
  • Klarheit
  • Entrauschen
  • Objektivkorrektur
  • Teiltönung
  • Farbeinstellungen
  • Gradationskurve
  • Kontrast

Aber das war noch nicht alles. Du kannst z.B. eine Vignette hinzufügen, viele Korrekturen mit einem „Reparieren“- oder „Kopieren“- Stempel durchführen und zwei noch sehr coole Dinge verwenden:

  • Pinsel
  • Radialfilter

Mit den beiden kannst Du nämlich richtig klasse Sachen machen. Mit dem Pinsel kannst Du auf einzelne Bereiche Deines Fotos gezielt Einstellungen ändern. Also z.B. nur für den Vordergrund die Klarheit hochdrehen. So kannst Du ganz einfach eine Hautretusche machen und eine Irisoptimierung durchführen. Oder z.B. Zähne wieder weiß erstrahlen lassen.

Der Radialfilter ermöglicht es Dir in einem ausgewählten kreisförmigen Bereich (oder außen herum) bestimmte Einstellungen anzuwenden. So kann man bspw. ganz simpel die Belichtung nur für einen Bildbereich ändern. Oder Du drehst die Klarheit im Außenbereich hoch und Dein Model bleibt davon verschont und Du musst im Nachhinein nicht mühselig einzelne Bereiche nachbearbeiten, die Du eigentlich nicht verändern wolltest.

Damit Du siehst, wie das alles in der Praxis aussieht: diese Fotos habe ich ausschließlich mit Lightroom bearbeitet

Du kannst glaub ich die Vorteile aus einer Auflistung erkennen. Ich jage alle meine Fotos einmal durch Lightroom durch, da ich so einfach und schnell aus meinen RAW Dateien die passenden entwickelten JPGs erhalte. Ach ja – und Du kannst mit einem Klick Einstellungen von einem Bild zum nächsten synchronisieren. Man kann sich also echt gute Workflows aneignen. Und das Thema Presets und die weiteren Funktionen wie Snapshots (gespeicherte Zwischenschritte) Deiner Bildbearbeitung sind eigentlich schon einen eigenen Beitrag wert. Du siehst also, dass Lightroom ein durchaus mächtiges Werkzeug ist. Wichtig ist, dass Du Dir merkst, dass Du mit Lightroom ein Foto lediglich fertig entwickelst. Du kannst keine Bilder darin zusammenfügen oder strukturelle Änderungen an Deinem Motiv vornehmen. Stattdessen gibst Du genau an, wie welche Bereiche aus Deinem Foto wie entwickelt werden sollen.

Bald werde ich Dir meine Bildbearbeitung auch mal im Detail zeigen, dann kannst Du Dir besser ein Bild von der Nützlichkeit von Lightroom machen.

 

Adobe Photoshop

Da wäre aber noch der große Bruder. Wozu braucht man das denn jetzt noch? Grundsätzlich bietet Photoshop schonmal fast alle Funktionen, die auch bereits in Lightroom enthalten sind. Was fehlt von den Lightroom-Funktionen:

  • Keine Foto-Verwaltung – Du hast keinen Datei-Browser für Deine Fotos und kannst sie nicht wie in Lightroom katalogisieren. Dazu braucht man dann in dem Falle ein eigenes Programm, wie z.B. Adobe Bridge.

Die Bild-Entwicklungs-Funktionen aus Lightroom sind mit der Photoshop-Erweiterung „Camera Raw“ abgedeckt. Auch hier kannst Du mit einem Korrekturpinsel Änderungen und Optimierungen an Deinem Foto vornehmen. Also der Entwicklungsschritt, der auch mit Lightroom möglich ist, ist mit Camera Raw abgedeckt – alles was danach kommt (Ebenen, Einfügen & Entfernen von Motiven, Bildmanipulation, …) sind Funktionen, die Du ausschließlich mit einer Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop machen kannst.

Das Zusammenfügen von mehreren Bildern, -Manipulationen wie das schlanker machen von Personen – all das geht nur in Photoshop. Hier ergänzt Du zu Deinem Foto auch nicht bloß Informationen, wie was entwickelt werden soll, sondern Du kannst hier Dein Foto grundlegend verändern.

 

Photoshop Mac

 

Einfach ausgedrückt: Lightroom entspricht also der Arbeit mit Negativ in Deiner Dunkelkammer, wogegen Photoshop die Dunkelkammer, Buntstifte, Schere und Kleber ersetzt. Damit kannst Du Deine Fotos zerschneiden, neu zusammenfügen, weiter bemalen und zu einer tollen neuen Collage zusammenfügen.

Die folgenden Dinge kannst Du somit mit Photoshop machen:

  • Raw-Entwicklung (siehe Lightroom)
  • Arbeiten auf mehreren Ebenen
  • Bildmanipulation durch Funktionen wie „verflüssigen“
  • Filter verwenden, die Dein Bild in Farbe und Struktur verändern
  • Pinsel in den unterschiedlichsten Formen verwenden
  • Störende Bildteile entfernen und durch andere ersetzen

 

Das wären die wichtigsten Funktionen einmal kurz zusammengefasst. Allein über Photoshop könnte man eine ganze Artikel-Serie schreiben…

 

Wann brauchst Du jetzt welche Software?

Kurz und knapp kann man sagen, dass man den Bereich der Bildentwicklung mit beiden Programmen gleich gut machen kann. Vorteil von Lightroom ist hier der Katalog, Photoshop scheint mir dagegen performanter zu sein. Ich bevorzuge hier aktuell Lightroom, weil ich meine Fotos gerne schön strukturiert in Katalogen geordnet haben möchte und das mit Lightroom so einfach geht. Ich muss jedoch ganz ehrlich sagen, dass es mich momentan etwas nervt, wie langsam Lightroom im Laufe einer Bildentwicklung werden kann.

Sobald es nun um die Bildbearbeitung und das Arbeiten mit Ebenen geht, muss man ganz klar sagen: hier brauchst Du Photoshop. All das kann Lightroom nicht. Einfache Sache eigentlich, oder?

Nur am Rande: es gibt natürlich auch andere Software, mit der man die gleichen Ergebnisse erzielen kann – das ist aber das Thema eines anderen Blogartikels…

 

Und was ist mit dem Preis?

Den Punkt darf man hier natürlich nicht außer acht lassen. Für manche ist der Punkt schon ein eindeutiges K.O. Kriterium… Eine aktuelle Photoshop-Version kostete nämlich im Laden durchaus vierstellig. Klar, dass sich dass nicht jeder leisten konnte. Jetzt aber die guten Nachrichten: Du kannst Photoshop im Creative Cloud Abo mieten (auch mit jährlicher Zahlung). Das bedeutet, Du bekommst die Software zum Download und installierst sie ganz normal auf Deinem Rechner – Du arbeitest also nicht online oder in der Cloud. Außerdem bekommst Du von Adobe regelmäßig Updates und bist immer auf der aktuellen Version. Und das für gerade mal knapp über 10 Euro im Monat – zusammen mit Lightroom im Abo! Für das Geld kann man sich zweimal im Monat das Kaffeetrinken im Starbucks verkneifen. Ist ein fairer Preis meiner Meinung nach.

Edit: Wenn Du Photoshop lieber kaufen möchtest, dann bieten sich hier die alten Versionen an, die durchaus auch noch zu empfehlen sind. Z.B. kannst Du noch Photoshop CS4 kaufen. Hier gibt es bspw. Anbieter bei Ebay, wo Du für unter 900 Euro noch eine Version kaufen kannst. Noch günstiger geht es mit Photoshop CS2 – auch hier bekommst Du immer noch Ebay passende Versionen zum Kauf. Achte nur darauf, dass Du eine Vollversion kaufst und kein Update!

 

Ich hatte mir vor dem Abo Lightroom gekauft – das kannst Du auch immer noch tun. Vorteil ist: Du bezahlst lediglich einmal einen Preis und hast dann die Software für immer. Außerdem hatte ich ein Schnäppchen auf Ebay gefunden, wo ich für 70 Euro eine 5er Version kaufen konnte. Normal liegt der Preis bei knapp 120 Euro. Wenn Du übrigens Schüler oder Student bist, hast Du auch noch die Möglichkeit die günstigere Version zu kaufen. Nachteil der gekauften Version ist: ich bekomme keine neuen Versions-Updates. Für mich ist das Cloud Abo also genau richtig.

 

Konnte ich Dir mit dieser Übersicht etwas Licht ins Dunkel bringen? Sind die Unterschiede in der Software nun für Dich klar? Lass mich wissen, welche Software Du bisher verwendet hast und ob Du vielleicht planst Dir auch Lightroom oder Photoshop zuzulegen. Schreibe einfach unten einen Kommentar  oder mir eine kurze Mail. Ich arbeite mit beiden und werde hier auf jeden Fall noch so einiges rüber schreiben. 

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