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Photokina 2014 – Rückblick

Photokina 2014 – Rückblick

Was die Zeit so rennt! Schwups war der Urlaub vorbei und ich auf der Photokina 2014…

Ich war das erste mal auf der Photokina, somit natürlich sehr gespannt auf das, was mich erwarten würde. Für alle die nicht da waren, möchte ich hier eine kleine Zusammenfassung aus meiner Sicht geben. Falls Du dort warst, können wir uns stattdessen gerne über Deine Erfahrungen in Köln austauschen. Aber genug des Vorspanns – hier geht’s mit meinem Review los.

Photokina 2014 Review - Weltkugel

Da ich noch Urlaub hatte, konnte ich unter der Woche nach Köln fahren. Ich hatte somit den 19. – den Freitag – als meinen Photokina-Tag auserkoren. Vor dem Tag stellte sich mir aber erstmal die Frage:

 

Was nehme ich überhaupt mit zur Photokina?

Zuerst einmal wurde an die passende Kleidung gedacht. Es musste ein Farbsalat T-Shirt her – man will ja schließlich erkannt werden, bzw. seinen Namen direkt gut sichtbar tragen. Visitenkarten waren übrigens auch mit in der Tasche. Man weiß ja nie, wen man so trifft.


Photokina 2014 Review - T-Shirt

Weiter hatte ich mich dazu entschlossen meine Kamera zu Hause zu lassen. Es wurde ja von ein paar geklauten Kameras berichtet und mit der Aussicht den ganzen Tag rumzurennen, wollte ich so leichtes Gepäck wie möglich dabei haben. Fotos kann man zwischendurch auf die Schnelle auch mit dem Handy machen. Bei so viel Menschen auf einen Fleck war das denke ich die beste und stressfreieste Lösung.

Dann hatte ich eine größere Schultertasche für Prospekte mit und natürlich die Handtasche mit dem nötigen Kleinkram (Notizbücher, Pläne, Handy, Stifte …).

Und dann – ganz, ganz wichtig: bequeme Schuhe. Man rennt den ganzen Tag von Halle zu Halle, Treppen hoch und wieder runter. Glaub mir: Du willst Deine Füße dann nicht noch mehr strapazieren. Also die hübschen Schuhe zu Hause lassen und ab in die Sneaker geschlüpft. (Auch mit den bequemen Schuhen werden Dir Deine Füße weh tun – aber wenigstens hast Du Dein bestes gegeben, sie nicht zu sehr zu quälen…).

Ach ja! Und falls man mit anderen Fotografen ins Gespräch kommt und ein paar Minuten hat, ist es ganz nett das eigene Portfolio in der Tasche zu haben – egal ob auf Papier oder in digitaler Form. Ich hatte mich für die analoge Variante entschieden.

Soviel dazu, was ich alles dabei hatte.

 

Die Anreise

Früh morgens sind wir mit dem Auto losgefahren und kamen erstaunlich gut durch. Kein einziger Stau auf dem Hinweg und auf dem Parkplatz P30 waren noch genug Plätze frei. Von dort konnte man dann einfach und schnell den Shuttlebus zum Messegelände nehmen. Der Bus brachte uns in wenigen Minuten kostenlos zum Messegelände. Abgesehen davon, dass der Busfahrer auf dem letzten Meter fast einen Radfahrer umgenietet hätte, war die Anreise somit super gelaufen. Hätte ich mir nicht so einfach vorgestellt – bzw. ich bin noch nie so staufrei nach Köln gekommen…

Wir sind am Eingang Nord rein. Außer von dem kleinen Problem mit unseren ausgedruckten Tickets (Scanner erkannte den Code nicht, wieder zum Schalter, neu ausdrucken lassen, fertig) kamen wir auch direkt durch und waren pünktlich kurz nach 10 in den Hallen der Photokina.

 

Die Canon-Halle

Photokina 2014 Review - Canon Halle

Zuerst ging es natürlich zu der Halle von Canon. Wie ich es fand? Hm… Ehrlich gesagt war ich ein bisschen enttäuscht. Nicht vom Unterhaltungsfaktor oder vielleicht fehlenden Ausstellungsstücken oder netter digitaler Gimmicks, die man anschauen konnte. Nein vielmehr war ich von der Herangehensweise enttäuscht, dass es nicht ein einziges Prospekt von Canon gab. Stattdessen wurde einem beim Betreten der Halle eine kleine Plastikkarte in die Hand gedrückt. Supi. Die Karte musste man erstmal auf sich registrieren lassen. Ich hatte mich vorher schon im Internet registriert und konnte so mein Kärtchen und Code einer Hostess in die Hand drücken. Dann war die Karte aktiviert. Und jetzt sollte man an jedem Stand, den man interessant fand, über eine Stelle seine Karte kurz rüberziehen und die Infos sollen einem Abends per Mail zukommen. Tolle Möhre. Als ob mein Postfach nicht so schon vor Mails überläuft. Wenn ich Infos will auf einer Messe, dann bitte direkt auf die Hand. Aber nicht in Form einer Mail, aus der ich abends nochmals eine Webseite aufrufen muss, um meine Infos sehen zu können.

Meh. Ganz doof.

Versteht mich nicht falsch – ich fand die Halle cool, futuristisch mit ein paar lustigen Sachen zu sehen und ausprobieren. Aber dass Canon derart auf ein anderes Marketingkonzept setzt, fand ich nicht gut. In die Mail hab ich nämlich schlussendlich nicht geschaut. Mal abgesehen davon, dass ich beim „einchecken“ an den Canon-Ständen keine Rückmeldung erhalten habe, ob mein gewünschter Checkpunkt auch korrekt auf der Karte gespeichert wurde. Ganz schlecht… Da ist mir was zum Anfassen hundertmal lieber. Stattdessen bleibt der negative Beigeschmack, das Canon sich einfach eine gut ausgeklügelte Analyse-Möglichkeit auf der Photokina zurechtgelegt hat. Ist ja schließlich gar nicht so doof, auf diese Weise genau auswerten zu können, welche Person (weiblich, männlich, aus welcher Region, …) sich für welche Produkte interessiert? Mit einem normalen Flyer hat man eben nur Kosten, aber bekommt hinterher nicht so eine Datenflut für Marketingzwecke vor die Füße geworfen…

Also Canon – nächstes mal vielleicht wieder etwas Oldschool wäre nicht schlecht. Aber machen wir weiter im Programm.

Photokina 2014 Review - Nina von Farbsalat

Die weiteren großen Kamera-Hersteller

Nach der Canon Halle ging es dann munter weiter durch die restlichen Hallen. Mann oh mann gibt es auf der Photokina viel zu sehen.  Welche Stände, bzw. Hallen von Kamera-Herstellern sind mir besonders positiv in Erinnerung geblieben? Nun da wäre einmal Sony. Hier konnte ich auch einen Blick auf das neue Modell der RX 100 werfen. Nice! Neben Sony war dann noch Leica. Hier hat mich aber nicht unbedingt die Kameraausstattung so von den Füßen gehauen, sondern eher die komplette Halle mit ausgestellten Fotos. In einem Beitrag von Krolop & Gerst zur Photokina wurde es ja schon erwähnt: Platz kostet auf der Photokina richtig viel Geld. Und Leica haben einfach mal eine komplette Halle gemietet, um dort jede Menge tolle Fotos mit Galerie-Feeling auszustellen. Das hat beeindruckt.

Leider hatte ich ja nur einen Tag auf der Photokina mit recht straffem Programm, wodurch ich mir für die einzelnen Fotos leider nicht so viel Zeit nehmen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Aber so ist mir Leica auf jeden Fall gut im Gedächtnis geblieben. Daumen hoch! Und dann wäre da noch Lytro. Hier hat eher die einzige Lichtfeldkamera auf der gesamten Messe beeindruckt. Die Kamera liegt mit gut 1600 Euro zwar ordentlich außerhalb meines üblichen Kamera-Budgtes, aber es ist schon echt interessant. Und dazu dann noch das außergewöhnliche Design.

Ja.. das wären meiner Meinung nach die 3 Kamera-Hersteller, die mir auf  der Photokina richtig positiv aufgefallen sind. Es gab natürlich noch viel mehr Kamera-mäßig zu sehen, aber ich möchte für Dich einfach mal nur die Highlights, bzw. die Punkte, die mir vielleicht negativ aufgefallen sind, zusammenfassen.

 

Soviel zum ersten Teil meines Reviews. Ich habe noch einiges an dem Tag erlebt, möchte das aber lieber in einen zweiten Artikel packen, damit Du hier keinen Roman lesen musst. Sobald Teil zwei raus ist, wird er hier nochmal verlinkt.

Warst Du auch auf der Photokina dieses Jahr? Wie haben Dir die Stände, bzw. Hallen der Kamerahersteller gefallen? Siehst Du die gleichen Kritikpunkte, oder hat Dir das neue Herangehen vielleicht gefallen? Dann hinterlasse einen kurzen Kommentar. Ich freue mich über Dein Feedback.

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Comments ( 3 )

  • Da kann ich dir ja echt nur zustimmen: ein bisschen mehr Oldschool wäre hin und wieder schon schön… nicht alles digitale finde ich sooo super. ^^

    • Nina

      Genau. Ich drucke meine Fotos z.B. auch immer wieder gerne aus, oder lasse Fotobücher davon machen. Denn sind mir mal ehrlich: auf dem PC Fotos gucken macht nicht so viel Spaß, wie durch ein Buch voller Erinnerungen zu blättern. Manchmal braucht man auch mal was zum anfassen – und das hat Canon diesmal echt verpatzt.

  • Riewer

    Das ist ja sehr interessant. Deine Frisur ist goldig und auch das Shirt. Karin

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