Fotografieren im Winter – das musst Du wissen

Fotografieren im Winter – das musst Du wissen

Der Winter ist ja nicht unbedingt meine Jahreszeit… Aber wenn dann mal die Sonne rauskommt und es zuvor geschneit hat, oder alles gefroren ist, gibt es doch so einiges Schönes mit der Kamera zu entdecken. Ich war neulich eine gute Weile in der Kälte draußen unterwegs und konnte einige schöne Fotos machen.

Fotografieren im Winter - Wintersonne_Baum

Aber was musst Du beachten, wenn Du bei einem solchen Winter-Wetter unterwegs bist? Hier die wichtigsten Tipps für Dich, was Du für Fotos zu der aktuellen Jahreszeit beachten solltest:

 

Schütze Deine Kamera vor Nässe

Das sollte jedem bewusst sein. Auch wenn Du ein Modell haben solltest, das Spritzwasser-geschützt ist – zu viel Feuchtigkeit ist nicht gut für Deine Kamera. Ich habe dann für den Notfall eine Plastiktüte dabei, in die ich meine Kamera packe. Die Tüte hat ein Guckloch, ist also oben und unten offen. So kannst Du Fotos machen, wenn es nieselt, oder sehr stark schneit.

 

Denke an Ersatzakkus

Ganz wichtig. In der Kälte halten die Akkus Deiner Kamera nämlich nicht so lange wie sonst. Die Kamera würde auch lieber im Frühling über die grüne Wiese hopsen anstatt sich im Schnee den Hintern abzufrieren.  Und nichts ist ärgerlicher, als im Schnee draußen geniale Foto-Motive zu haben, aber einen leeren Kamera-Akku…

 

Fotografieren im Winter - Wintersonne_Baum

 

Wechsle Dein Objektiv im Winter mit Bedacht

Du bist gerade mit Deiner Kamera rausgestürmt, stehst nun in der kalten, nassen Umgebung und möchtest kurzfristig das Objektiv wechseln. Achtung! Wenn Deine Kamera und das Objektiv noch warm sind, dann solltest Du beim Wechsel vorsichtig sein und nicht aus Versehen auf die Kamera atmen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit an den empfindlichen Stellen Deiner Kamera sammelt durch die unterschiedliche Temperatur von Objektiv, Kamera, Atemluft und Außentemperatur.

 

Kondenswasser ist böse…

Wenn Du nach Hause kommst, geht der Schutz Deiner Kamera weiter. Jetzt ist Deine Kamera kalt und kommt in die warme Stube. Und es passiert das gleiche wie eben mit dem Objektiv – sie beschlägt. Überall bilden sich kleine Wassertröpfchen, die Deiner Kamera nicht sonderlich gut tun, wenn Du die Kamera jetzt anschaltest. Also lasse Deine Kamera aus, wenn Du nach Hause kommst. Erst wenn sich die Kamera auch an die Temperaturen zu Hause angepasst hat, sollte man sie frühestens wieder einschalten. Es gibt übrigens noch einen Trick, bevor Du nach Hause kommst:
Stecke Deine Kamera in eine Tüte und versuche so viel Luft wie möglich raus zu drücken. Dann Tüte mit einem Klipp oder Gummi verschließen und so die Kamera auf Zimmertemperatur bringen. Dann kommt die Feuchtigkeit gar nicht erst an Deine Kamera dran.

 

Fotografieren im Winter- Wintersonne_Baum

 

Und sonst

Während Deiner Fototour solltest Du natürlich auf passende Kleidung achten. Schuhe mit gutem Profil, genug Schichten, die Dich warm halten, und Fotografen-freundliche Handschuhe. Außerdem schadet es nichts, eine Sonnenbrille dabei zu haben: die Wintersonne kann schon ganz schön blenden. Außerdem ist es hilfreich eine kleine Lupe wie diese für Dein LCD-Display dabei zu haben. Denn in der grellen Sonne sieht man sonst nicht viel vom Display. Weiter kann ein ND-Filter ganz hilfreich sein, wenn Du etwas länger belichten willst (z.B. einen halb zugefrorenen Bach).

Ansonsten gilt: hab Spaß! Experimentiere mit der tiefstehenden Sonne, dem Eis und Schnee. In dem Winter-Wonderland kann man richtig viele schöne Fotos machen 🙂

 

Du hast Dich mit Deiner Kamera im Schnee ausgetobt und ein paar tolle Fotos gemacht? Dann zeige Deine Ergebnisse und verlinke sie in den Kommentaren. Oder Du hast noch ein paar weitere Tipps? Dann teile Sie hier mit uns.

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Comments ( 9 )

  • Ich lege meine Spiegelreflexkamera dann immer zu Hause in das kälteste Zimmer (Schlafzimmer), damit sie ganz langsam warm wird.

    Viele Grüße,
    Moppi

    • Nina

      Hallo Moppi,
      ich lass meine in der Tasche im Flur liegen, der auch recht kühl ist. Man will seiner Kamera nichts schlechtes tun… Und die Fotos werden dann eben direkt auf den Laptop kopiert und dort geguckt, anstatt durch die Fotos auf dem Kamera-Display zu scrollen 😉
      Liebe Grüße
      Nina

  • Schön knackiger Artikel mit guten Tipps, danke dafür 🙂

    • Nina

      Hallo Jana,
      Gerne :-). Freut mich, dass er Dir gefällt. Ich bin mal auf Deinem Blog vorbei gehuscht. Muss ich mal öfter machen :-). Gefällt mir gut was Du so schreibst.
      Viele Grüße
      Nina

      • Oh danke dir :-)! Da freu ich mich auch!

        Liebe Grüße.

  • Tim

    Vorsicht bei Sonne und Schnee, das ist eine gefährliche Kombi a für die Augen und b für überbelichtete Bilder und/ oder verkehrten Weißabgleich. Natürlich kann man mit Fotoshop Dinge richten, aber eben nicht alles und man spart Zeit wenn man es von vorne herrein verhindert. Ein Stück grauer Karton ist für richtige Einstellingen im Schnee sehr hilfreich. 😉

    • Nina

      Da hast Du recht :-). Eine Kurzanleitung zum perfekten Grauton finden sollte ich wohl auch mal in die Liste der ausstehenden Artikel mit aufnehmen.

  • Oha, danke für die Tipps! Wenn ich ehrlich bin, habe ich darüber noch nie nachgedacht!! Macht Sinn! 🙂

    • Nina

      Ja, ich vergesse auch so manches mal, was ich meines Kamera Gutes tun könnte… In gewisser Weise ist es ja auch einfach nur ein Gebrauchsgegenstand und man packt seine Sachen ja auch nicht immer in Watte ein ;-).

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