3 der häufigsten Fehler beim Fotografieren

3 der häufigsten Fehler beim Fotografieren

 

Abseits der Foto-Theorie, Bildgestaltung und allem technischem Foto-Blabla gibt es 3 wichtige Fotografie-Tipps, die Du auf jeden Fall beachten solltest. In den folgenden Absätzen lernst Du etwas wichtiges was zu den Fotografie Grundlagen gehört und was Du Dir als Anfänger zu Herzen nehmen solltest:

Hier also meine Top 3 Tipps:

 

1) Du machst zu hektisch Fotos

Das ist ein Fehler, den ich auch immer wieder begehe. Ich bin zu hektisch, lass mich hetzen und nehme mir nicht genügend Zeit für meine Fotos. Wenn man sich jedoch nicht ausreichend Zeit für seine Foto nimmt und nur schnell, schnell seine Fotos macht, sind die Chancen sehr groß, dass Dir Fehler in der Bildgestaltung nicht auffallen. Oder Du hast so viel rumgezappelt, dass all Deine Fotos unscharf geworden sind. Und Du bemerkst es erst hinterher am PC…

Also nimm Dir das nächste mal Zeit wenn Du Fotos machst. Lass Dich nicht stressen, und gib Dir genug Zeit, um Deine Fotos in aller Ruhe zu machen. Fokussiere in Ruhe, wähle den Bildausschnitt mit Bedacht und wenn es Dir nicht gefällt, drücke nicht unbewusst einfach ab, sondern lass das Foto eben einfach weg, um ein besseres ganz bewusst in Ruhe machen zu können.

 

2) Du vergisst Deine Kameraeinstellungen zu korrigieren

Dieser Punkt passiert auch schneller als man denkt. Man macht draußen Fotos, das Licht wechselt von strahlendem Sonnenschein zu Schatten… und schon sind die bisherigen Kameraeinstellungen für den Allerwertesten. Wenn Du nicht zwischendurch dran denkst, Deine Einstellungen an diese geänderten Umgebungsvariablen anzupassen, dann hast Du jede Menge Fotos, die im schlimmsten Fall für die Tonne sind. Gott sei Dank passiert mir dieser Fehler nicht mehr so häufig. Und da ich nur noch in RAW fotografiere, kann ich meist noch einige der Fehlschüsse nachträglich retten…

Merke: Erspare Dir viel Frust und prüfe bei einem Shooting zwischendurch Deine bereits gemachten Fotos. Außerdem tut so eine kleine Pause zum Prüfen der Fotos ganz gut, wenn wir nochmal an den ersten Punkt oben denken.

 

3) Du willst die „Kleinigkeit“ später am PC korrigieren

Denk nicht mal dran. Wenn es etwas in Deinem Fotomotiv gibt, was Du durch ein paar kleine Änderungen korrigieren kannst, dann tu es! Geh einen Schritt zur Seite, um den störenden Strommasten nicht im Bild zu haben. Hebe den Zigarettenstummel auf, der auf dem Boden neben Deinem Model liegt. Solche Dinge kosten echt keine Mühe und sparen Dir so viel Arbeit hinterher. Denn was willst Du aufwendig am PC später Dinge wegstempeln oder korrigieren, die Du vorher einfach aus Deinem Foto hättest entfernen können? Mach Dir nicht mehr Arbeit als nötig. Denn die Nachbearbeitung eines Fotos dauert durchaus länger, als das Fotografieren an sich. Damit verschwendest Du nicht unnötig Deine Zeit oder ärgerst Dich evtl. weil Du den Makel in Deinem Foto doch nicht so einfach entfernt bekommst, wie Du es Dir anfangs gedacht hattest.

 

Zusammengefasst: Fotografiere bewusst

 

Abseits der üblichen Tipps, wenn Du Dich mit den Fotografie Grundlagen beschäftigst und Du gerade das wichtigste über ISO, Blende und Belichtungsdauer lernst, sind das meine 3 wertvollsten Tipps für Dich. Wenn Du diese Fehler versuchst zu vermeiden, bleiben Dir auf jeden Fall jede Menge Frust und Ärger erspart.

 

Du willst mehr über das Thema Fehlervermeidung beim Fotografieren erfahren? Dann abonniere doch meinen Newsletter und verpasse keine hilfreichen Tipps dazu. Du hast andere große Fehler beim Fotografieren gemacht und möchtest die anderen Leser vor Deinen Fehlern bewahren? Dann schreibe doch unten einen Kommentar.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)
Loading...

Comments ( 8 )

  • Hey,
    schöner kleiner Beitrag zum Thema Fotofehler.
    Gerade den ersten Punkt kenne ich nur zu gut. Wenn wir (mehrere Architekten) irgendwo sind, dann hetzten wir alle durch die Straßen als gäb‘ es kein morgen. Dabei dann noch vernünftige Fotos zu machen ist eine wahre Herausforderung. Bleibt man kurz stehen und sucht nach dem besten Standpunkt, sind die anderen schon 200m weiter und rufen ungeduldig.
    Die anderen sind eben ’nur‘ Architekten, keine schreibenden Architekten, die ihre Artikel und Beiträge ja auch mit Bildern versehen müssen. Was bringt ein Online-Magazin über Architektur schon ohne Bilde? Eben, nicht viel.

    Da wird man schon ganz gern mal gehetzt. Ich mach es oft so, dass ich dann einfach noch ein oder zwei Tage länger bleibe als die anderen und alles, was mir gefällt, nochmal fotografiere. Leider klappt das nicht immer und manchmal ist dann auch dummerweise am Foto-Tag das Wetter schlecht, aber einen Tipp, wie man ungeduldige Mitreisende beruhigen kann, weiß ich auch nicht.
    Die haben Urlaub, bei mir ist das zu 50% immernoch Arbeitszeit, da stört es irgendwie, wenn man gescheucht wird. – So kann man eben nicht arbeiten!

    Bei Städten hat man ohnehin das Problem mit den Perspektiven. Jedes Foto muss irgendwie nachkorrigiert werden, weil man einfach in engen Straßen keine Fassaden ohne stürzende Linien fotografieren kann. Man, das hat auch viele Jahre und tausende Fotos gedauert, bis ich rausgefunden habe, wie man schon beim Fotografieren erkennt, wie das Bild später aussehen wird, wenn es aus Photoshop kommt. Das hat einem leider keiner beigebracht in der Uni. Try and Error… Zum Glück kosten Fotos heutzutage nicht mehr allzu viel ;D

    LG
    Julia

    • Das Problem kennt wohl jeder. Leute, die nicht fotografieren, können nicht verstehen, wie man sich an einer einzigen Szene so lange aufhalten kann. Es bleibt immer ein Kompromiss. Entweder alleine reisen, die Zeit zum Fotografieren, aber dafür keine Gesellschaft haben. Oder in Gesellschaft reisen und dafür nicht die Ruhe zum Fotografieren haben. Idealerweise fotografieren die Reisepartner ebenfalls und verfolgen sogar ähnliche fotografische Interessen. Sofern man denn die geeigneten Leute dafür im Umfeld hat.

    • Nina

      Hallo Julia,
      Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Du beschreibst die Probleme zum Thema gehetzt werden nur zu gut. Ich habe auch immer das Problem, dass ich mich von anderen hetzen lasse (bewusst und unbewusst), wenn ich der einzige Fotograf in der Runde bin. Die anderen haben keine Zeit und kein Auge für das, was man da fotografiert. Gott sei Dank ist mein Freund genauso Fotobegeistert wie ich, so dass wir beide mit der Kamera rumrennen. So klappt das dann auch mit dem Fotografieren :-).

      Das Thema „Architektur-Fotografie“ ist auch mal richtig interessant. Da habe ich mich noch nicht so intensiv dran versucht. Wie Du schreibst, gibt es da jede Menge Dinge zu beachten. Und was für ein Glück, dass man heutzutage viel einfacher jede Menge Fotos machen kann, um immer weiter dazuzulernen.

      Liebe Grüße
      Nina

  • Ja, die liebe Zeit. Der Killer No. 1 für gute Fotos, auch bei mir. Bzw. anders formuliert: wenn ich früh genug an Ort und Stelle bin, mich richtig umschauen und nach dem besonderen in der Szene suchen kann und Zeit habe, alles in eine anständige Komposition zu packen, steigt die Wahrscheinlichkeit auf ein ordentliches Foto erheblich.

    Nr. 3 sehe ich als Erfahrungssache. Wenn ich weiß, ich kann etwas in Photoshop innerhalb von Sekunden korrigieren, z.B. etwas wegstempeln, bevorzuge ich das, anstatt erst die Szene „aufzuräumen“. Natürlich gibt es andere gute Gründe, herumliegenden Müll zu entfernen.

    • Nina

      Hi Patrick,
      ja die Zeit ist wirklich der Killer Nummer 1. Und wie sehr ärgert man sich dann hinterher, weil man sich wieder zu sehr gestresst und gehetzt hat. Da muss man wirklich mehr buddhistische Ruhe an den Tag legen.

      Zum 3. Punkt bringt einen Photoshop natürlich schon in die Verlockung es hinterher zu beheben. Aber ich hatte durchaus auch Situationen, wo ich später gemerkt habe, dass ich es gar nicht so gut retuschiert bekomme, wie ich es anfangs vielleicht gedacht hätte. Und damit hab ich dann unnötig Zeit hinterher verloren und kann mein Foto trotzdem in die Tonne werfen. Man muss mit der Zeit einfach lerne, wo man vorher auf jeden Fall sauber arbeiten und planen sollte und wo man auch mal etwas nachlässig sein kann ^_^

      • Patrick Schilf

        Genau richtig, das meinte ich mit Erfahrungssache. Irgendwann hat man raus, was sich schnell beheben lässt und was unnötig lange dauert. Wichtig ist, sich nicht aus Faulheit irgendwelchen Illusionen hinzugeben.

  • Oh ja… die Hektik oder das vergessene Korrigieren…
    Als ich anfangs deine Einleitung gelesen habe, war ich ja ehrlich gesagt erst einmal skeptisch.
    Ich dachte, jetzt kommt wieder das übliche und langweilige was Bilder eben genau zu diesem macht. Aber du hast mich nicht enttäuscht und die ganze Sache mal etwas anders angepackt! Finde ich gut 🙂

    Lieben Gruß ♥

    • Nina

      Liebe Marie,
      dann freut es mich, dass ich mit den 3 kleinen Tipps den richtigen Nerv getroffen habe. Denn was nützt mir die ganze technische Theorie, wenn ich es bei den 3 Punkten in den Sand setze? Gerade mit dem zu hektisch Fotos machen habe ich meine Probleme… Da muss man sich immer wieder dran erinnern – oder lernt es hinterher, wenn man sich über das Ergebnis ärgert ^_^;

      Liebe Grüße
      Nina

Post a Reply