Das günstigste Makro-Objektiv – für unter 10 Euro!

Das günstigste Makro-Objektiv – für unter 10 Euro!

Du kannst für unter 10 Euro mit Deiner Standard Spiegelreflex Fotos wie dieses machen. Nein ich erzähl Dir jetzt keinen Scheiß.

Günstigstes Makro-Objektiv - The Fly

 

Das ist doch krass, oder? Da sind die Augen und die Mini-Härchen der Mücke richtig deutlich zu erkennen. Und weißt Du was? Das Foto hab ich mit meiner Canon 450 D fotografiert. Mit dem Standard Kit-Objektiv. Kein Scherz! Okay, ein kleines Hilfsmittel habe ich noch gebraucht – aber das hat mich keine 10 € gekostet.

Das Zauberwort heißt „Retroadapter“.

Was das ist? Ein kleiner Ring, den Du vorne auf Dein Objektiv schraubst und damit das Objektiv einfach verkehrt herum auf den Kamera-Body aufzusetzen. Und schwups hast Du ein geniales Makro-Objektiv, mit dem Du genauso krasse Bilder machen. Ich habe letztes Wochenende einen ersten Testlauf mit meinem Adapter gemacht und es hat wunderbar geklappt. Man muss ein paar kleine Kniffe beachten, aber das Ergebnis ist fantastisch. Über die Kniffe berichte ich ein andermal. Heute möchte ich erstmal das kleine Wunderwerkzeug vorstellen. Gekauft habe ich diesen Adapter hier bei Amazon für ganze 8,95 € (das Bild ist zu dem Artikel verlinkt):
Günstigstes Makro-Objektiv - Farbsalat

Der Adapter passt perfekt auf meine Canon 450D – mit anderen Canon Modellen soll sie auch kompatibel sein. Für andere Kamera-Hersteller gibt es ungefähr im gleichen Preissegment Adapter zu kaufen. Ergänzend dazu habe ich mir noch einen Adapter gekauft, den ich auf die Rückseite des Objektivs festdrehen kann. Damit kann ich nämlich ganz einfach meinen Schutzdeckel an die Rückseite festmachen und das Objektiv ist bestens geschützt.

Günstigstes Makro-Objektiv . Retroadapter

Der Ring kostet zwar 15,99€, aber so ist mein Objektiv immer schön geschützt, auch wenn ich den Retroadapter verwende.

Hier mal eine kleine Bildergalerie mit Fotos vom letzten Ausflug, damit Ihr einen Eindruck davon bekommt, was mit dem Adapter möglich ist. Und was ich besonders krass fand: ich konnte diesen kleinen roten Milben die auf Steinen immer rumrennen dabei zusehen, wie sich sich um einen Mini-Krümmel gestritten haben. Zwei 1-Millimeter große Tierchen! Das war echt beeindruckend. Klicke unten auf das Bild, um Dir die Fotogalerie mit meinen Ergebnissen anzuschauen.

Günstigstes Makro-Objektiv - Farbsalat

 

 

Also mal sehen, was ich in Zukunft so alles damit fotografieren werde. Es macht auf jeden Fall riesig Spaß.

Also wozu viel Geld für ein teures Makro-Objektiv ausgeben, wenn Ihr für so wenig Geld genauso beeindruckende Ergebnisse erzielen könnt?

Übrigens: hier gibt es einen weiteren Artikel von mir mit Tipps und Tricks zur Verwendung des Retroadapters.

Was zieht Ihr vor: Ein teures Makro-Objektiv, oder doch die hier beschriebene günstige Alternative, die sich hinter dem teuren Objektiv echt nicht verstecken muss?

 

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Comments ( 8 )

  • Klingt sehr interessant 🙂
    Hast du eigentlich schon den Tipps- und Kniffe-Artikel dazu geschrieben?
    Ich fange meinen Blog bald an und werde mir dafür wahrscheinlich einen solchen Adapter kaufen. Bisher habe ich nur von Makroobjektiven gelesen, aber die sind mir zu teuer.
    Danke also für den Artikel 🙂

    • Nina

      Liebe Linda,

      Danke für Deinen Kommentar. Der Artikel zu den Tipps und Kniffen beim Retro-Ring ist noch in der Mache. Ich bin ab nächster Woche in Urlaub und kann dann hoffentlich, wenn alles klappt, den Artikel fertigstellen. Gerade was die Blenden-Einstellung betrifft, muss ich noch etwas experimentieren. Aber im Urlaub sollte ich genug Zeit und Muße haben, mehr auszutesten und es dann in einem Artikel zusammen zu schreiben. Gerade bin ich an einem Artikel dran zum Thema „Photoshop vs. Lightroom“.

      Schreib mal, wenn Dein Blog online ist. Mich interessiert es immer, was meine Leser so machen :-).

      Liebe Grüße und ein schönes Rest-Wochenende!
      Nina

  • Dann bin ich gespannt 🙂
    Hab mir vorhin den Adapter bestellt und warte nun sehnsüchtig, dass er ankommt.

    Eine Mini-Lightbox werde ich mir auch erstellen. Gutes Tutorial!

  • Ich wollte nur noch mal vorsichtig nachfragen 🙂
    Der Retroring liegt hier rum und ich komme nicht damit klar…

    • Nina

      Ah, sorry Linda! in den letzten Wochen ging es gewaltig drunter und drüber. Ich muss mich das Wochenende endlich mal hinsetzen und den Artikel fertig schreiben. Dann bin ich auf Deine Ergebnisse echt gespannt :-). Was bereitet Dir denn konkret Probleme mit dem Retroring? Dann kann ich das auch direkt in den Artikel mit einbauen.

      • Hallo Nina 🙂
        wenn ich mein Objektiv mit dem Retroring „falsch“ herum angesetzt habe, finde ich nur eine einzige Position, an der ich ein scharfes Bild habe.
        Ich bin im AV-Modus, drehe, drehe und drehe am Objektiv und sehe nur schwarz. Bis eben an einer Stelle…
        Ich bin echt ein kleiner Kamera-Dummie; ich hoffe, du verstehst, was ich meine 🙂

        Viele Grüße Linda
        PS: Hab mir sogar schon Eisenbahnfiguren gekauft, die auf ihren Einsatz warten 😉

        • Nina

          Hallo Linda,

          der Artikel mit weiteren Tipps zum Retroadapter ist online. Ich hoffe, Dir helfen die Infos weiter. Das mit dem ganz kleinen Schärfebereich stimmt schon. Der ist wirklich recht klein. Ich habe aber in dem aktuellen Artikel einen Link angegeben, wo auf einer anderen Seite beschrieben wird, wie man die Blende verändern kann, um den Bereich, der scharf gestellt wird, noch etwas verändern kann. Außerdem würde ich statt im AV-Modus im TV- oder M- Modus fotografieren. AV steht ja für Blende – die kannst Du aber mit Retroadapter gar nicht mehr verändern. Also stattdessen einen Modus wählen, wo die Blende nicht im Mittelpunkt steht. Außerdem solltest Du ganz viel Licht verwenden. Sonst kann es sein, dass Du Dein Motiv deswegen nicht siehst.

          Wenn Du mal ein paar Fotos gemacht hast, verlinke sie doch einfach mal in den Kommentaren. Würde mich wahnsinnig interessieren ein paar Ergebnisse zu sehen :-).

          Liebe Grüße
          Nina

          • Hallo Nina 🙂
            das ist wundervoll, dass der Artikel jetzt online ist.
            Ich habe zwar jetzt gerade keine Zeit, ihn zu lesen, gucke ihn mir heute aber noch an.
            Danke schon einmal für deine Tipps hier im Kommentar, die werde ich umsetzen.
            Wenn es Resultate gibt, zeig ich sie dir natürlich 🙂

            Viele Grüße
            Linda

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