Bokeh mit dem Smartphone für schönere Blogfotos

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Bokeh mit dem Smartphone für schönere Blogfotos

Bokeh – das ist diese schöne Unschärfe in Fotos, die einen Bereich in Deinem Foto vom Hintergrund absetzen. Dieses Bokeh kann ein einfacher „Farbmatsch“ sein, oder eine gewisse Form annehmen – was sich in lauter kleinen und großen Farbkreisen zeigt. Hier ein schönes Beispiel für ein Bokeh, was ich mit meiner 50mm Festbrennweite und meiner Canon DSLR aufgenommen habe:

 

Zartrosa Bokeh

 

Hübsch, nicht? Dieser wunderschöne Hintergrund entsteht durch eine Mischung aus der gewählten Blende Deiner Kamera (möglichst kleiner Wert) und dem Abstand von Deinem Motiv und dem Hintergrund. Wie diese Einstellungen zusammenspielen, kannst Du übrigens hier ohne Kamera ausprobieren. Ein Bokeh lässt Dein Foto häufig besser aussehen, weil Du den Bildbetrachter dazu zwingst nur den wichtigen Teil Deinen Fotos näher anzuschauen. Der Rest ist unscharf und somit nicht so interessant. Wenn Du nun also mit dem Smartphone Blogfotos machen möchtest, dann wirst Du recht schnell feststellen:

 

„Bokeh mit dem Smartphone stellt einen da aber vor einige Herausforderungen“

 

Es ist nicht unmöglich ein Bokeh mit dem Smartphone zu erhalten – Du musst nur ein paar Dinge beachten, bzw. zu ein paar kleinen Hilfsmitteln greifen. Einige Ergebnisse mit Smartphone (einem iPhone 5S) kannst Du hier sehen:

 

Baum Bokeh Smartphone

Camera plus Bokeh

 

Wie Du selber zu ähnlichen Ergebnissen kommen kannst, habe ich für Dich in den folgenden Absätzen zusammengefasst.

 

Bokeh mit dem Smartphone

Wenn ich ein Bokeh mit meinem Smartphone (iPhone 5s) erhalten möchte, achte ich auf die folgenden Grundvoraussetzungen:

  1. Ich gehe nah an mein Motiv heran – am besten geht das wirklich mit Makro-Aufnahmen von Pflanzen, kleinen Tierchen o.ä.
  2. Ich nutze meist die Kamera-App „Camera+“ für diese Fotos. Eine ähnliche, in der man die Kontrolle über die weiteren Einstellungsmöglichkeiten (Schärfebereich, Helligkeit, …) sollte genauso gut gehen.

 

Wie funktioniert das nun genau?

Ich muss nahe an mein Fotomotiv heran, um ausschließlich darauf fokussieren zu können. So hab ich mein Motiv direkt im Vordergrund und schaffe möglichst viel Abstand zum Hintergrund, der dann ja verschwimmen soll. Mit der iPhone Standard Kamera-App funktioniert das solala. Besser geht das schon mit der oben erwähnten App „Camera+“. Was ist nun das Besondere an der App? Nun ich habe manuell sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Neben einer manuellen Belichtungseinstellung kann ich auch den Schärfebereich einstellen und auch in einen Makro-Modus wechseln. Die optimale Einstellung sieht nun so aus, dass ich zuerst diesen Makro-Modus aktiviere und dann den manuellen Fokus verwende. Darin kann ich jetzt den Schärfebereich auf den Makrobereich einstellen. Also alles was ganz nah an meiner Linse liegt, soll scharf gestellt werden. Dann am besten noch den Bildstabilisator aktivieren in der App und das Foto machen.

Dadurch habe ich nun möglichst nur im vorderen Bereich mein Motiv scharf und im Hintergrund ist ein leichtes Bokeh zu erkennen. Am schönsten kommt das zur Geltung, wenn im Hintergrund ein paar weitere Pflanzen oder andere „Störelemente“ sind und etwas Sonne hier und da hervorlinst. Genau mit dieser Variante sind die hier gezeigten Fotos entstanden.

 

Bokeh Die beste iOS Foto-App für Fotografen - Cameraplus

 

 

Was ist aber nun wenn man mit dem oben beschriebenen Weg nicht weiter kommt, bzw. bei einem Portraitfoto mit dem Smartphone den Hintergrund gerne etwas unschärfer hätte? Dann kann man sich ganz gut mit ein paar zusätzlichen Smartphone Apps behelfen. Man darf es nur nicht übertreiben – dann sieht das Ergebnis durchaus sehr gut aus.

 

Ich habe hier für Dich ein paar Beispiele für iOS und Android herausgesucht und beschreibe unten, wie ich genau mit dem iPhone vorgehe. Auf Android sieht die Handhabung dann je nachdem ähnlich aus.

 

iPhone Apps

  • Snapseed
  • Facetune
  • Bokeh Lens

 

Android Apps

  • Snapseed
  • AfterFocus
  • Blur Image Background

 

Beispiel Bokeh Lens

Auf meinem iPhone arbeite ich mit der App „Bokeh Lens“. Dazu habe ich zuerst ein ganz normales Foto gemacht, bei dem ich ein Motiv nahe im Vordergrund habe.

Bokeh App Vorher

 

Danach muss ich dieses Foto in der App öffnen und markieren, welcher Bereich meines Fotos scharf gestellt bleiben soll. Unten ist dieser Bereich rot markiert. Man kann den Bereich auch noch korrigieren und so sauberer die Bereiche markieren.

 

Bokeh App Markieren

 

Und jetzt einfach an den Reglern unten ausprobieren, wie sich das Foto verändert. Der obere Balken steuert, wie groß oder klein das Bokeh sein soll – also die Kreise die sich durch die Unschärfe bilden können. Der untere Balken steuert wie stark Deine Unschärfe im Hintergrund wird. Hier sollte man es aber nicht übertreiben, damit der Übergang vom scharfen Motiv zu unscharfen Hintergrund nicht zu krass aussieht. Das sieht sonst schnell zu unnatürlich aus.


Bokeh App Bedienung

 

Und das war’s auch schon. Danach das Foto abspeichern und Du hast nachträglich in Dein Foto ein Bokeh eingebaut. War doch ganz einfach.

 

Kannst Du die Tipps alle soweit umsetzen? Dann verlinke unten ein Ergebnis von Dir und schreibe dazu, ob Du rein über das Fotografieren oder über Nachbearbeitung zu dem Ergebnis gekommen bist.

 

Comments ( 4 )

  • Heike

    Toller Tipp!! Hab mir die App grad runtergeladen und gleich ausprobiert.. Danke für’s Teilen. Liebe Grüsse, Heike

    • Nina

      Hallo Heike,
      und wie gefällt Dir die App? kommst Du damit gut zurecht?
      Falls Du auch noch ein paar gute Tipps hast, lass es mich wissen.
      Liebe Grüße
      Nina

  • Kim

    Hallo Nina,

    ich mag deinen Blog sehr!
    Du erklärst die Fotografie wirklich toll und deine Bilder sind wunderschön. Deine Beträge sind sehr spannend. Dankeschön.
    Nun hast du einen Fan mehr.
    Liebe Grüße Kim
    #BloggerKommentierTag

    Schau doch mal bei mir vorbei:
    http://www.diebandsdiesiesoliebte.de

    • Nina

      Hallo Kim,
      Danke. Du hast aber auch einen sehr coolen Blog :). Ich bin auch leidernschaftliche Konzertbesucherin und finde Berichte darüber auch immer lesenswert. Würde mich freuen, mehr von Dir zu lesen.
      Liebe Grüße
      Nina

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