10 Goldene Tipps für ein Neugeborenen-Shooting

10 Goldene Tipps für ein Neugeborenen-Shooting

Ach Du machst gerne Fotos? Da kannst Du doch Fotos von meinem Baby machen!

Wenn Du Dein Hobby so wie ich gerne auslebst, dann kommen mit der Zeit auch die Anfragen von Deinen Freunden – und den Freunden Deiner Freunde… Du hast eine Kamera, machst ganz gute Fotos – da kannst Du doch auch mal das Baby des Kollegen knipsen, oder die Bewerbungsfotos der besten Freundin.

In diesem Moment hast Du zwei Möglichkeiten: Dankend ablehnen, weil es Dir zu heikel ist, die vielleicht hohen Erwartungen der Freunde nicht erfüllen zu können – außerdem hast Du ja noch keine Erfahrung darin „im Auftrag“ von jemanden Fotos zu machen. Und dann auch noch ein Baby fotografieren? Hilfe!

 

Oder Du reißt Dich am Riemen und nutzt diese wundervolle Gelegenheit Deine Fotokenntnisse wieder einen großen Schritt nach vorne zu bringen.

 

Ja ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Da sind auf der einen Seite die überglücklichen Eltern mit dem Wunsch die schönsten, besten, tollsten Fotos von Ihrem kleinen Schatz zu bekommen. Auf der anderen Seite bist Du mit Deiner Unsicherheit und der Angst nicht diesen Erwartungen gerecht zu werden. Du traust Dich einfach nicht. Ich rate Dir aber

 

Spring über Deinen eigenen Schatten. Trau Dich es einfach mal zu versuchen.

 

Du wirst es nicht bereuen. Was man bei solchen Shootings beachten sollte, werde ich ein andermal für Dich zusammenfassen. Heute aber geht es darum, Dir Tipps zu geben, was Du zu so einem Shooting beachten musst, um hinterher mit einer tollen Erfahrung und mehr Mut für die nächsten Aufgaben weitermachen kannst.

 

Newborn Fotoshootings - © JMG / www.pixelio.de

© JMG / www.pixelio.de

 

Legen wir also los! Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Tipps für Dein erstes Neugeborenen Shooting:

 

1) Hab keine Angst

Du hast Angst, weil Du bisher noch nicht wirklich was mit Babys zu tun hattest? Keinen Plan davon, wie man mit so einem kleinen Wurm umgeht? Hab keine Angst. Du machst das Shooting ja nicht alleine, sondern es werden die Eltern, oder zumindest ein Elternteil mit bei den Fotos sein. Bezieh die Eltern mit ein. Gib Ihnen leichte Anweisungen, was sie tun sollen. Wird das Baby quengelig, dann wissen seine Eltern am besten, was zu tun ist. Sieh die Eltern also als Deine Unterstützung – sie kümmern sich um das Wohl Ihres kleinen Zwerges und Du bist dazu da, aus der Interaktion die schönsten Fotos einzufangen und behutsam Tipps zu geben, wie man das beste Licht oder den besten Bildausschnitt für Dein Foto bekommen kann.

 

2) Beziehe die Eltern mit ein

Damit sind wir auch schon beim nächsten Tipp. Das Baby soll nicht einfach nur für ein Foto drapiert werden, sondern es soll auch vor allem die Verbindung von Baby zur Mutter oder dem Vater dokumentiert werden. Damit werden die Fotos noch persönlicher. Also soll der Vater z.B. das Baby einfach in den Arm nehmen, oder die Mutter streicht dem Kleinen einfach über die Wange, um es zu beruhigen. Dann halte diesen Moment fest! Gib den Eltern einfach Anweisungen, die sie befolgen können, bzw. frage sie, welche Motive ihnen so im Kopf rumschwirren. Und dann versuche daraus schöne und einzigartige Momentaufnahmen zu machen.

 

3) Geh das Shooting mit viel Ruhe an

Das ist einer der wichtigsten Tipps. Du fotografierst ein Neugeborenes, das keinen lauten Krach mag, oder viel Trubel. Oder auch z.B. einen Blitz, der es beim Schlafen stört. Stattdessen ist es wichtig, den Lautstärkepegel auf einem für das Baby bekannten Pegel zu halten. Also schalte alle unnötigen Töne Deiner Kamera aus. Mache den Blitz aus und fotografiere mit dem natürlichen Licht. Mach keine Hektik, wenn es darum geht, das nächste Foto zu machen. Du kannst so einen Fototermin nicht unter Zeitdruck machen, sondern musst mit viel Zeit und Feingefühl an die Sache rangehen. Also denke daran, Ruhe auszustrahlen und unnötigen Krach zu vermeiden.

 

4) Die beste Zeit für den Fototermin

Die Zeit ist ein ganz wichtiger Faktor für Dein Shooting. Denn wenn Du die falsche Zeit erwischst, kann es sein, dass das kleine Fotomodell nur quengelig und nicht sonderlich kooperativ ist für das Shooting. Also vorher die Mutter fragen, wann der/die Kleine normalerweise schläft. Das ist dann schonmal ein guter Zeitpunkt. Außerdem solltest Du ein Neugeborenen Shooting möglichst im ersten Monat machen. Dann schläft das Baby noch viel und man kann es einfach in die gewünschten Posen legen. Mein Shooting, was ich neulich gemacht habe, habe ich gemacht, als das Baby 4 Wochen alt war. Der Kleine hat sehr viel geschlafen – war also perfekt. Um 12 Uhr mittags haben wir mit den Fotos angefangen und ich war bis um 15 Uhr dort.

 

5) Das Baby bestimmt die Pausen

Als ich dann neulich für 3 Stunden für den Fototermin bei einer Freundin war, habe ich natürlich nicht die 3 Stunden durchgeknipst. Stattdessen haben wir langsam mit den ersten Fotos weiter gemacht, haben den Kleinen Schlafen gelegt, waren dann draußen für Fotos, dann beim Stillen, und dann hat der Kleine wieder auf dem Arm eingepackt in Decken geschlafen. Es hat also ständig Pausen gegeben und ich musste mich danach richten, was das Baby gerade wollte. Die Windel ist voll? Also Pause machen und danach weiter Fotos machen. Du kannst dem Baby keine Anweisungen geben, sondern musst darauf reagieren, wie kooperativ es gerade für Fotos ist. Das Baby bestimmt also, wann Zeit für eine Pause ist, oder wann das Shooting abgebrochen wird.

 

6) Dem Fotomodell muss es immer gut gehen

Damit Du möglichst viele Fotos machen kannst und das Baby kooperiert, muss es ihm immer gut gehen. Wenn es unbequem liegt, zu heiß, kalt oder laut ist, es Hunger hat, oder die Windeln voll sind – dann war’s das erst mal mit Fotos. Also achte immer darauf, dass es dem kleinen Fotomodell immer gut geht.

 

Newborn Fotoshootings - © Markus Barbey / www.pixelio.de

© Markus Barbey / www.pixelio.de

 

7) Mach Dich vorher schlau über Fotomotive

Ich hatte vorher selbst noch nie Babyfotos gemacht. Geschweige denn davon, dass ich groß Kontakt mit Neugeborenen gehabt hätte. Wie also posiert man ein Baby für Fotos? Klar man kennt so die typischen Motive aus dem Bekanntenkreis und auch Bilder wie die von Anne Geddes. Aber mal ehrlich: Du wirst wohl eher nicht bei Deinem ersten Shooting das Baby als Marienkäfer auf einer Blume drapieren. Also mach Dich schlau, welche Motive den Eltern so vorschweben, und was überhaupt so alles möglich ist. Ich Nutzer dazu immer gerne die Google Bildersuche, Flickr oder andere Foto-Plattformen, wo Du nach einem Motiv suchen kannst. Such einfach mal selber auf solchen Plattformen und überlege, was Dir, bzw. den Eltern gefallen könnte und was nicht zu schwer umzusetzen ist.

 

8) Suche Dir die besten Lichtquellen

Das ist etwas kniffelig. Vielleicht hast Du ja auch noch keine Studioleuchten, die Du sinnvoll einsetzen könntest. Hier also mein ultimativer Tipp: Such Dir ein Fenster (am besten mit einer einfarbigen, durchsichtigen Gardine davor), wo das Licht schön durchscheint, und knipse davor. Oder neben dem Fenster. Ein Fenster ist im Grunde die beste kostenlose Studioleuchte, die Du nutzen kannst. Oder geh nach draußen – fotografiere das Baby aber nicht in der prallen Sonne, sondern im Schatten. Und dabei auch an den Kopfschutz für das Baby denken. Es können aber auch wunderschöne Fotos in etwas dunkleren Lichtverhältnissen entstehen. Gerade solche Bilder eignen sich auch gut für schwarz/weiß Bilder. Falls Du Dir mal Bauleuchten als Studioleuchten-Ersatz gekauft hast, würde ich davon abraten. Diese werden viel zu heiß und sind zu gefährlich bei einem Shooting mit einem Baby.

 

9) Wechsle die Objektive

Nun hast Du alle Tipps soweit befolgt und machst gerade jede Menge Fotos? Dann darfst Du diesen Tipp nicht vergessen: Wechsle das Objektiv. Du willst nicht, dass alle Fotos gleich aussehen. Wechsle die Perspektive, die Entfernung zum Baby. Und knipse auch mal nur kleine Details, statt immer nur das Gesicht, oder das komplette Baby. Tausche einfach von der Festbrennweite zum Standard Kit-Objektiv, zum Tele, um so möglichst vielfältige Motive zu erhalten.

 

10) Hab Spaß!

Das ist im Grunde der wichtigste Tipp. Lass Dich nicht einschüchtern vor Deinen eigenen hohen Erwartungen und denen der Eltern (bzw. die Erwartungen, die Du Dir selber denkst). Hab Spaß und genieße diese neue Erfahrung!

 

Newborn Fotoshootings - © Mandy Kretschel / www.pixelio.de

© Mandy Kretschel / www.pixelio.de

 

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen Tipps weiterhelfen, so dass Du vor der nächsten Anfrage zu einem Neugeborenen-Fotoshooting  die Angst über Bord wirfst und Dich stattdessen auf diese tolle Gelegenheit freust.

 

Haben Dir diese Tipps geholfen? Oder hast Du Fragen zu diesem Thema? Dann schreib einen Kommentar.

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Comments ( 3 )

  • Riewer

    Das hast Du toll gemacht. Aber nach Zahlen kommt immer ein Punkt und nie eine Klammer. Was sagst Du jetzt. Wenn ich schon keine Ahnung vom Fotografieren habe, dann auf jeden Fall von Form und Norm – Du weist doch, das spricht die Lehrerin. Aber die Fotos sind klasse und ich wünsche mir sehr, dass Du mir mal einen Fototag zur Verfügung stehst. Versprochen hattest Du es ja schon. Ich habe auch noch viele Gutscheine z. B. für Autowaschen usw. – bitte auch bei Gelegenheit einlösen. Karin

    • Nina

      „Die Klammer sagt >>Zuerst komm ich<<, denk ferner dran, gilt Punkt vor Strich 😉 Ich komme demnächst mal vorbei, dann schauen wir mal, ob wir Auto und Fotos unter einen Hut bekommen.

  • Marion

    Liebe Nina,
    vielen Dank für die schönen Tipps. Hatte letztes Jahr mal ein Baby-Shooting bei Freunden. Kann dir sagen, ich war viel aufgeregter als das kleine Model. Nun ist es bald wieder so weit, dass ich ein Baby (6Monate) vor der Linse hab. Dank deiner Tipps geh ich da nun viel ruhiger dran.

    LG Marion

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